Geläute des Monats November 2012

Die Glocken von St. Georgen zu Parchim
Die ehemalige Ratskirche St. Georgen in der mecklenburgischen Stadt Parchim verfügt über fünf Glocken, von denen sich in den Jahren 2006 und 2007 drei Klangkörper der Karlsruher Glockengießerei Bachert zu zwei hoch bedeutenden historischen Glocken gesellten. Bemerkenswert ist die über drei Tonnen schwere Apostelglocke, die nach dem Turmbrand im Jahre 1612 von Michael Westfal gegossen wurde. Rosemarie Vollmer schuf die interessante Zier der neuen Glocken. Lesen Sie den Bericht von Claus Peter (Hamm).
Im nachfolgenden Video von Sebastian Wamsiedler (Salzgitter) hören und sehen Sie die Glocken.

Geläute des Monats Oktober 2012

Die Glocken von St. Martinus zu Grevenbroich-Wevelinghoven

Die Kirchen in Wevelinghoven, im Stadtgebiet Grevenbroichs im Rhein-Kreis Neuss gelegen, verfügen über zwei komplett erhaltene Geläute des 19. Jahrhunderts. Im Bericht werden die vier Glocken der katholischen Kirche St. Martinus beschrieben, die das einzige Geläute des Aachener Glockengießers Joseph Beduwe beherbergt, das die Wirren zweier Weltkriege vollständig überlebt hat.
Lesen Sie den Bericht von Markus Mockel.
Hier hören Sie eine Aufnahme des Vollgeläuts von Matthias Braun (Köln).
Hier sehen Sie ein Video des Vollgeläuts von Matthias Dichter (Übach-Palenberg).

Geläute des Monats September 2012

Die Glocken von St. Margaretha zu Waldkirch

Im Turm der vom berühmten barocken Baumeister Peter Thumb errichteten Kirche St. Margaretha befindet sich ein eigenartiges Geläut aus neun Glocken, von denen drei moderne einen bemerkenswerten historischen Glockenbestand ergänzen, der seit Ende des vergangenen Jahrhunderts nach einer Trennung wieder vereint über Waldkirch erklingt.
Lesen Sie den Bericht von Andreas Philipp.

Hier hören Sie eine Aufnahme des Vollgeläuts von Andreas Philipp (Göttingen).

Geläute des Monats August 2012

Die Glocken der ehemaligen Abteikirche zu Fécamp (Normandie/ Frankreich)

In der am Ärmelkanal in der Normandie gelegenen Kleinstadt Fécamp
beeindruckt bis heute die gewaltige Abteikirche Hl. Dreifaltigkeit.
In ihrem 65 Meter hohen Vierungsturm befindet sich, auf einer Ebene
aufgehängt, ein Großgeläut aus sechs Glocken.

Das drittgrößte Geläut der Normandie überzeugt mit einer
außergewöhnlichen Ausstrahlung und Festlichkeit.

Lesen Sie den Bericht von Pascal Krafft.

Hier hören Sie eine Aufnahme des Vollgeläuts von Andreas Philipp (Göttingen).

Geläute des Monats Juli 2012

Die Glocken der Cathedral of the Transfiguration zu Markham (Ontario/Kanada)

Etwa dreißig Kilometer nördlich von Toronto, der Hauptstadt der Provinz Ontario, erhebt sich, inmitten der früher landwirtschaftlich geprägten Gegend um die Stadt Markham, die mächtige Cathedral of the Transfiguration. Die drei Glocken bilden das größte schwingende Dreiergeläut der Welt. Die große d°-Glocke ist die schwerste Glocke Kanadas. In den Jahren 1985 und 1986 schuf die französische Glockengießerei Paccard dieses einzigartige Ensemble.
Lesen Sie den Bericht von Michael Rowan.
Hier hören Sie eine Aufnahme des Vollgeläuts von Matthias Walter (Bern).

Geläute des Monats Juni 2012

Die Glocken des Merseburger Domes Ss. Johannes des Täufers und Laurentius zu Merseburg

Der Dom der ehemaligen Bistumsstadt Merseburg bewahrt bis heute ein kulturgeschichtlich und musikalisch bedeutenden Glockenschatz mit Instrumenten aus sieben Jahrhunderten. Die wohl berühmteste Domglocke ist die um 1180 gegossene fast 2t schwere Clinsa, eine der wenigen noch erhaltenen romanischen Großglocken. Nach über 90 Jahren konnte das Merseburger Domgeläut erstmals wieder im Jahre 2001 vollständig nach seiner Restaurierung erklingen.

Lesen Sie im folgenden Bericht über die Geschichte und Bedeutung der Glocken.
In den nachstehenden Tonaufnahmen von Sebastian Wamsiedler hören Sie die beiden größten Domglocken Benedicta und Clinsa solistisch sowie das Vollgeläut.

Durch die freundliche Genehmigung der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatsstiftes Zeitz ist diese Darstellung erst möglich geworden.

Geläute des Monats Mai 2012

Die Glocken der Kreuzkirche zu Dresden

Im Jahre 1899 goss Franz Schilling in Apolda ein monumentales Großgeläut für die das historische Stadtbild prägende Kreuzkirche zu Dresden. Das Geläut, das in beiden Weltkriegen durch glückliche Umstände im Turm verbleiben konnte und auch die verheerenden Luftangriffe überlebte, wurde von den Architekten Schilling und Graebner abwechslungsreich gestaltet. Mit seinen fünf Glocken gehört es zu den schwersten Geläuten der Bundesrepublik. Zum 33. Evangelischen Kirchentag wurde der stählerne Glockenstuhl aufwändig restauriert – die eigentliche Qualität des Schilling’schen Meisterwerks bleibt aufgrund von beibehaltenen technischen Mängeln aber verborgen.
Hier können Sie den gesamten Bericht lesen.
Hier hören Sie eine Aufnahme der großen Kreuzglocke von Bernd Siegordner (Erlangen) aus dem Jahre 1994.
Hier hören Sie eine Aufnahme des Vollgeläuts von Bernd Siegordner (Erlangen) aus dem Jahre 2005.
Hier hören Sie eine Aufnahme des G-Dur-Dreiklangs von Andreas Dobos (Jena) aus dem Jahre 2011 (nach der Sanierung, technische Mängel deutlich hörbar)

Geläute des Monats April 2012

Die Glocken des Hohen Doms zu Trier
Wenn am 13. April zum ersten Mal seit 1996 wieder eine Heilig-Rock-Wallfahrt anlässlich der 500. Wiederkehr der ersten Wallfahrt im Jahre 1512 eröffnet wird, werden die Glocken des Doms für einige Tage das akustische Wahrzeichen der Stadt Trier sein. Mit einem Gesamtgewicht von über 24 Tonnen ist es das schwerste in Deutschland gegossene Gesamtgeläute nach dem Zweiten Weltkrieg und vermutlich das Lebenswerk der Hemelinger Glockengießerei Otto. Es folgte einem bedeutenden Ensemble aus historischen Glocken, das sämtlichen Bränden und Kriegen trotze, bis der Glockenturm des Domes nach einem Luftangriff im Jahre 1944 ausbrannte.

Hier können Sie den gesamten Bericht herunterladen.

Hören Sie hier das Vollgeläut.

Geläute des Monats März 2012

Die Glocken von St. Audomar zu Frechen

Unweit der Domstadt Köln befindet sich Frechen mit der das Stadtbild prägenden Kirche St. Audomar. Nach der Errichtung der neuromanischen Kirche in den Jahren 1908/09 erlitten die Glocken eine wechselvolle Geschichte. Nach vollständiger Zerstörung im Ersten und teilweiser Beschlagnahmung im Zweiten Weltkrieg konnte nur die große Dreifaltigkeitsglocke der Firma Otto aus Bremen-Hemelingen erhalten bleiben. Im Jahre 1950 wurde das Geläut durch diese Gießerei wieder ergänzt und bildet ein Ensemble, das laut Gutachten „in musikalischer Hinsicht kaum einen Wunsch unerfüllt“ lässt.

Hier können Sie den gesamten Bericht herunterladen.

Hören Sie hier die große Dreifaltigkeitsglocke sowie das Vollgeläut.

Geläute des Monats Februar 2012

Die Glocken von St. Urbanus zu Weslarn

In der Nähe der alten Stadt Soest befindet sich der malerische Ort Weslarn, in dessen Ortsmitte die romanische Kirche St. Urbanus aufragt. Ihr 34 Meter hoher Westturm beherbergt ein interessantes Trio aus zwei mittelalterlichen Glocken und einer bemerkenswerten Eisenhartgussglocke. Die beiden historischen Glocken entstammen derselben Gießerwerkstatt und geben Zeugnis von der Glockengusskunst der Stadt Soest ab.

Hier können Sie den gesamten Bericht herunterladen.

Hören Sie hier die Jesusglocke von 1557 sowie das Vollgeläut